Symbiose – Tiere – Pflanzen

 

Großflächige Buchenwälder ­ermöglichen die Gründung von
großen Mausohrkolonien.

In Buchenmischwäldern gibt es für die Mausohren ­wesentlich mehr Nahrung als in ­Nadelwäldern. So finden Mausohren vom Frühjahr bis in den Herbst Laufkäfer als sichere Beute. Wenn die Mausohren mit Beginn der Dämmerung zur Jagd ausfliegen, verbringen sie fast die ganze Zeit in Wäldern.

Inzwischen ist es ­sicher, dass flugunfähige, wald­bewohnende Laufkäfer einen ­großen Teil der Nahrung der Mausohren aus­machen.

 

Viele Tiere finden ihre Heimat

Die Buche: Pflanzenbegleitung

Geradezu charakteristisch für den Pilzbefall absterbender Buchen ist der Zunderschwamm. Er war früher zum Feuer machen unentbehrlich.

 

Orchideen im Buchenwald

Ob sonnenbeschienene, nach Süden orientierte oder schattige, nach Norden gerichtete Hänge, die Orchideen sind treue „Be­gleiter“ unseres Buchenwaldes.
Unter dem mächtigen Kronendach der Buchen kommt nur wenig Licht am Waldboden an. Deshalb bevorzugen die meisten der hier vorkommenden Orchi­deen­arten helle Standorte wie Stellen mit Kiefern im Buchenwald, Lichtungen und Wegränder.

Frauenschuh

Frauenschuh

Rotes Waldvögelein

Rotes Waldvögelein

Leberblümchen

Leberblümchen

Lerchensporn

Lerchensporn

Waldmeister

Waldmeister

Pilze stellen einen wichtigen Faktor beim Abbau von Totholz dar.

Liegendes Totholz wird von Organismen, insbesondere von Holz abbauenden Pilzen und zahlreichen Insekten über Jahre hinweg zersetzt. Der Abbau von Holz ist ein langsamer Prozess, der je nach Holzart und Mikroklima (Temperatur, Feuchtigkeit) unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nimmt. Auf jeden Fall benötigen die Holz­zersetzer aber Jahrzehnte bis Jahrhunderte, bis von einem Baumstamm nichts mehr als Erde übrig bleibt. Originalfotos von der Bavariabuche

Gemeiner Spaltblättling

Gemeiner Spaltblättling

Rötliche Kohlenbeere

Rötliche Kohlenbeere

Fichtenporling

Fichtenporling

Rotrandiger Baumschwamm

Rotrandiger Baumschwamm

 

Die Buche: Wissenswertes

 

Buchstabe
Im Mittelalter hat man auf „Buchen­stäben“ Zeichen mit besonderer Bedeutung eingeschnitten. Oft waren dies ­Segenswünsche oder auch Flüche. Daraus lässt sich unser heutiges Wort„Buchstabe“ ableiten, auch der Begriff „Kerbholz“ hängt damit zusammen.

 

Buch
Noch im 18. Jahrhundert war es üblich, die Buchdeckel aus ­Buchenholz zu fertigen und mit einem oft reich verzierten Ledereinband zu überziehen.
So ist der Satz „in den Buachen lesen“ gut nachzuvollziehen.

 

 

 

 

Ortsnamen
In einer jüngeren Rodungsphase des Hochmittelalters hat man Siedlungen auf der Albhochfläche angelegt. Lagen diese in ehe­maligen ausgedehnten Buchenwäldern, hat man sie nach diesen benannt. Um sie unterscheiden zu können, gab man ihnen Zusatz­namen wie Aschbuch, Arnbuch, Kirchbuch oder einfach auch nur „Buch“.

Buchenlaub
Waren die Haustiere im Winter im Stall, hat man im Normalfall Stroh als Einstreu verwendet. Wurde dieses knapp, so hat man sich gerne auch mit in großen Mengen verfügbarem Buchenlaub beholfen.

Herstellung von Glas
Zur Glasherstellung brauchte man seit jeher Holzkohle und Pottasche. Beides ließ sich dort leicht erzeugen, wo es ausgedehnte Buchenwälder gab. So war es beispielsweise bei der Wahl des Standortes Grösdorf zum Bau einer Glashütte ausschlaggebend, dass der Ort in einem solchen Gebiet lag.
Gleiches dürfte für die Glashütte in Zandt der Fall sein.

Lebensmittel der Buche
Bucheckern enthalten einen hohen Anteil an Pflanzenöl. Man kann diese in einem Kollergang zermahlen und das gehaltvolle Öl auspressen.

 

A flock of sheep in the shade of the Bavaria BeechHutebuche
So könnte die Geschichte der Bavaria Buche begonnen haben:
Auf einer Kuhweide in einem ­Bereich mit einem flachen, kaum sichtbaren Felskopf gingen ­einige Bucheckern auf, die vielleicht der Tannenhäher dort versteckt hatte. Die Sprösslinge wurden immer wieder von den Kühen abgeweidet, bis man den Bereich eine Zeit lang nicht mehr beweidete.
Die kleinen Triebe wuchsen empor und es entstand ein „Buchenbusch“, aus dem sich einige Triebe bevorzugt in die Höhe entwickelten und zu einem einzigen Stamm wurden.

 

 

 

 

 

Schafherde im Schatten der Bavaria Buche